Bei einem Leveraged Buyout (LBO) ist die Rolle der Banken von wesentlicher Bedeutung. Nicht nur, weil sie einen großen Teil der für die Übernahme des Unternehmens erforderlichen Finanzierung bereitstellen, sondern auch, weil sie als strategische Berater, Garanten für die Rentabilität des Projekts und neutrale Akteure fungieren, die dabei helfen, die Operation mit Augenmaß und Umsicht zu strukturieren.
Wenn ein Finanzinstitut beschließt, sich an einem LBO zu beteiligen, leiht es nicht nur Geld: Es validiert auch den Geschäftsplan, analysiert die Risiken und verlangt ein Maß an finanzieller Disziplin, das oft den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmacht. Ihre Beteiligung sendet ein klares Signal: Dieses Projekt macht Sinn, ist gut strukturiert und verdient Vertrauen.
Es ist richtig, dass es ihr Geschäft ist, und es ist auch die Pflicht der Projektträger, die bestmöglichen Bedingungen zu erhalten. Aber manchmal wird vergessen, dass die von den Banken bei diesen Geschäften erwartete Rentabilität im Allgemeinen viel niedriger ist als die, die von den Aktionären selbst, den PEs und anderen Kapitalgebern gefordert wird. Wenn wir einen Freund um Geld zu den gleichen Bedingungen bitten würden, würde er es uns einfach nicht geben. Und das zu Recht.
Aus diesem Grund ist die Kritik an den Banken überraschend (und oft unfair). Ohne ihre technische Unterstützung, ihre analytischen Fähigkeiten und ihre Bereitschaft, zu vernünftigen Bedingungen Risiken einzugehen, wären viele Unternehmenstransaktionen einfach nicht möglich.

